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Was wollen Eltern über Medien wissen? Die 10 häufigsten Fragen bei der medienpädagogischen Beratungsstelle

Eltern Wir haben die 10 häufigsten Fragen zusammengestellt, die Eltern an die Beratungsstelle haben.

Was wollen Eltern wissen? Die 10 häufigsten Fragen bei der medienpädagogischen Beratungsstelle

Fragen zu Gewaltvideos, Cyber-Mobbing, Verletzung der Privatsphäre, Onlinespielsucht? Die medienpädagogische Beratungsstelle des Landesmedienzentrums unterstützt Eltern, Lehrkräfte und Erziehende rund ums Thema „Medien“. Wir haben die 10 häufigsten Fragen zusammengestellt, die Eltern an die Beratungsstelle haben.

Welche Mediennutzungszeiten empfehlen Sie je nach Alter?

Medienzeiten festzulegen hilft Ihnen dabei, die Mediennutzung Ihres Kindes im Auge behalten zu können. Je nach Alter und Reife des Kindes können Sie ein Tagesbudget oder Wochenbudget festlegen. Bevor Sie sich überlegen, wie viel Zeit Ihr Kind vor dem Fernseher oder mit dem Smartphone verbringen soll, sollten Sie eine weitaus wichtigere Frage beantworten: Wie viel Zeit verbringen Sie zusammen mit Ihrem Kind – bei der Hausaufgabenunterstützung, beim Vorlesen oder gemeinsamen Spielen? Und erst danach lohnt es sich Medienzeiten festzulegen. Genauere Informationen zu Medienzeiten und dem Aufstellen von sinnvollen Regeln finden Sie hier:

Medienzeiten: Warum, wie lange Ihr Kind mit dem Handy spielt, nicht die wichtigste Frage ist

Handy-Regeln für zu Hause

Wie kann ich das Smartphone oder Tablet meines Kindes kindersicher machen?

Mittlerweile existieren für Smartphones eine Reihe von Einstellungen und Apps, mit denen Sie Ihr Smartphone „kindersicher“ machen können. Sie können u. a. die Nutzung bestimmter Apps beschränken, Nutzungszeiten einstellen oder problematische Inhalte herausfiltern lassen. Aber aufgepasst: Die Einstellungen und Apps bieten nie einen vollständigen Schutz an. Technisch affine Kinder können die Apps mit wenigen Klicks aushebeln und die Einschränkungen umgehen. Technische Maßnahmen sind daher nur die halbe Miete, wenn Sie Ihre Kinder schützen wollen. Nur eine Kombination aus einer vertrauensvollen Beziehung, klaren Regeln, sowie Ihrem eigenen guten Vorbild kann den Einsatz von Kindersicherungs-Apps begünstigen. Mehr zum Thema unter:

Medien kindersicher

Jugendschutzsoftware

Handy-Regeln für zu Hause

Kinderschutz/Filter-Apps – das sollten Sie wissen

Ab welchem Alter sollte mein Kind ein Smartphone bekommen?

Trotz vieler medienpädagogischer Ratschläge besitzen bereits zwei von fünf Kindern im Alter von 6 bis 13 ein Smartphone. Schau-hin.info geht davon aus, dass Kinder „ab etwa elf Jahren“ reif genug sind, ein Internet-fähiges Smartphone zu nutzen. Die Frage nach dem richtigen Alter kann aber leider nicht pauschal beantwortet werden! Vielmehr müssten Sie herausfinden, ob Ihr Kind bereits das nötige Verständnis und den Wissensstand zur Smartphone-Nutzung besitzt. Mithilfe der klicksafe-Checkliste „Ist mein Kind fit für ein eigenes Smartphone?“ können Sie herausfinden, ob Ihr Kind bereits ein Smartphone bekommen sollte. Mehr zu dem Thema unter:

Schulanfang – Tipps zur Mediennutzung

Mein Kind will unbedingt Instagram, TikTok, YouTube nutzen? Ich finde, es ist aber noch zu jung dafür. Was soll ich tun?

Um eine gute Entscheidung zu treffen, ob eine App oder die Nutzung eines sozialen Netzwerks für Ihr Kind geeignet ist, sollten Sie sich im ersten Schritt über folgende Fragen informieren:

Was kann die App? Welche Chancen und Risiken bietet die App? Ab welchem Alter ist die Nutzung der App erlaubt? Und welche Daten sammelt die App von Ihrem Kind ein?

Informationen finden Sie auf den Seiten von klicksafe.de und schau-hin.info. Im zweiten Schritt sollten Sie Ihrem Kind erklären, warum Sie für oder gegen die Nutzung der App sind. Bei diesem gemeinsamen Gespräch können Sie Ihr Kind über die Gefahren aufklären, Regeln aufstellen und Hilfe anbieten, wenn es zu Problemen kommt. Viele Apps wie TikTok bieten sogar Extra-Einstellungen für Jugendliche an, die Sie ausprobieren sollten. Generell sollten Sie Ihr Kind bei der Nutzung von Apps oder in den sozialen Medien begleiten: Lassen Sie sich die App erklären und zeigen, wem Ihr Kind folgt und welche Funktionen es gibt. Mehr zu diesem Thema unter:

WhatsApp – Was tun bei Mobbing?

WhatsApp – Datenschutz? Fehlanzeige!

7 Dinge, die Eltern über TikTok wissen sollten

Wie kann ich mit meinen Kindern über problematische (z. B. sexualisierte) Inhalte im Internet reden?

Viele Eltern tun sich schwer damit, über sexualisierte Inhalte mit ihren Kindern zu sprechen. Die gute Nachricht lautet aber, dass in den Themen „Sexualität“ und „problematische Inhalte“ viele Chancen stecken. Sie können Ihren Kindern positive Impulse mitgeben und in eine vertrauensvolle Beziehung investieren. Falls Sie sich unsicher fühlen, haben wir für Sie einige Tipps zusammengestellt: Bleiben Sie vor allem entspannt und zeigen Sie Interesse, wenn es um solche schwierigen Themen geht. Aber Vorsicht: Vermeiden Sie es, Ihr Kind auszufragen oder ein ungewolltes Aufklärungsgespräch zu führen. Sie sollten das Thema „Sex“ nicht ins Alberne ziehen oder ein bestimmtes Verhalten mit „gut“ und „böse“ moralisieren. Wie Sie über solche Themen reden können, erklären wir ausführlich hier:

10 Grundregeln, wie man mit Kindern über sexuelle Inhalte im Netz reden kann

Welche Alltagsregeln empfehlen Sie im Umgang mit Smartphone oder PC?

Der Klassiker unter den Medienregeln besagt, dass bei den Mahlzeiten das Smartphone ausgeschaltet bleibt – und zwar bei allen Familienmitgliedern. Die zweite Klassik-Regel lautet, dass Smartphones bereits eine Stunde vor dem Zubettgehen ausgeschaltet außerhalb des Kinderzimmers liegen, was vor allem bei jüngeren Kindern eingefordert werden sollte. Darüber hinaus existieren viele Regeln für das Verhalten in sozialen Netzwerken, über den Umgang mit privaten Daten und Nutzungszeiten. Regeln funktionieren deutlich besser, wenn Sie sie – z. B. mithilfe eines Mediennutzungsvertrags – schriftlich festhalten. Genauere Informationen zu Medienzeiten und dem Aufstellen von sinnvollen Regeln finden Sie hier:

Medienzeiten: Warum, wie lange Ihr Kind mit dem Handy spielt, nicht die wichtigste Frage ist

Handy-Regeln für zu Hause

Machen Computerspiele wie Fortnite oder Roblox abhängig?

Computerspiele wie z. B. Fortnite oder Call of Duty können zu einer Abhängigkeit führen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die sogenannte „Online-Spielsucht“ in der 11. Fassung der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (kurz „ICD“) aufgenommen. Folgende Merkmale weisen laut WHO auf eine Sucht hin: Kontrollverlust beim Spielen (Häufigkeit, Dauer, Intensität, usw.), Spielen hat Vorrang über andere Lebensinteressen und Aktivitäten (Schule, Beruf, Familie, usw.), fortgesetztes Spielen trotz negativer Folgen. Aber aufgepasst: Sie selbst sollten keine voreilige Selbstdiagnose erstellen, ob ihr Kind spielsüchtig ist, sondern den Rat eines Spezialisten einholen. Genauere Informationen zu den Themen „Digitale Spiele und Sucht“ sowie ein Verzeichnis ausgewählter Beratungsstellen finden Sie hier:

Digitale Spiele – Was Eltern wissen sollten

Computerspielsucht – Wie man sie definiert und woran man sie erkennt

Fortnite – 8 Fragen von Experten beantwortet

Beratungsstellen vor Ort

Beratungsstellen online

Wie kann ich mein Kind auf Instagram, TikTok, Roblox oder WhatsApp vor unerwünschten Kontakten beschützen?

Egal ob Ihr Kind 100 oder 2000 Follower auf Instagram oder TikTok hat – es lässt sich nicht vermeiden, dass Ihr Kind mit unerwünschten Kontakten konfrontiert wird. Sprechen Sie deshalb – noch bevor Kinder und Jugendliche solche Apps nutzen dürfen – über mögliche Risiken! Vermitteln Sie Ihrem Kind eine gesunde Skepsis bei Freundschaftsanfragen und erklären Sie ihm, wie es sich im Ernstfall verhalten soll. Ihr Kind sollte wissen, wie es einen Screenshot als Beweis anfertigen und aufdringliche bzw. beleidigende User blockieren und melden kann. Übrigens: auch in Onlinespielen wie Fortnite oder Roblox kann Ihr Kind mit unbekannten Menschen in Kontakt treten. Weitere Information zu diesen Themen finden Sie hier:

7 Dinge, die Eltern über TikTok wissen sollten

Cybermobbing: Was tun im Ernstfall?

WhatsApp – Was tun bei Mobbing?

Welche Medienangebote (Apps, Computerspiele) empfehlen Sie für Kinder und Jugendliche?

Die Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg selbst spricht keine Empfehlungen für Medienangebote aus. Auf folgenden Seiten finden Sie aber viele pädagogisch wertvolle Empfehlungen mit der jeweiligen Altersempfehlung:

Wo finde ich für verregnete Tage gute Alternativen zu Computerspielen?

Kinder wollen nicht nur vor der "Kiste" hocken. Sie wollen sich bewegen, sich mitteilen und Aufmerksamkeit bekommen. Anregungen finden Sie auf folgenden Seiten: 

Das Landesmedienzentrum bietet mit seiner Medienpädagogischen Beratungsstelle Eltern und Lehrkräften Rat und Unterstützung zum pädagogischen Jugendmedienschutz. Dazu zählen auch Tipps, zu Medienzeiten oder Jugendschutzsoftware. Sie ist montags, mittwochs, donnerstags von 8 bis 17 Uhr, dienstags von 8 bis 19 Uhr sowie freitags von 8 bis 15 Uhr erreichbar: unter 0711 490 963 – 21.

Die Landesregierung setzt sich mit der Initiative „Kindermedienland Baden-Württemberg“ unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann dafür ein, die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Land zu stärken. Mit dem „Kindermedienland Baden-Württemberg“ werden zahlreiche Projekte, Aktivitäten und Akteure im Land gebündelt, vernetzt und durch feste Unterstützungsangebote ergänzt. So wird eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für die Themen Medienbildung und -erziehung geschaffen. Träger und Medienpartner der Initiative sind die Landesanstalt für Kommunikation (LFK), der Südwestrundfunk (SWR), das Landesmedienzentrum (LMZ), die MFG Baden-Württemberg, die Aktion Jugendschutz (ajs) und der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV).

Medienpädagogische Beratungsstelle

Imagebild Medienpädagogische Beratungsstelle

Fragen zu Medienzeiten, Cyber-Mobbing oder Onlinespielsucht?

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