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Bitte was?! Schüler gegen Fake und Hass in Konstanz

Kampagne „Bitte was?!“ macht Station an der Gebhardschule in Konstanz

BITTE WAS?! Die Kampagne „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“ hat am 18. November 2019 in der Gemeinschaftsschule Gebhard in Konstanz Station gemacht.

Die Kampagne „Bitte was?! Kontern gegen Fake und Hass“ hat in der Gemeinschaftsschule Gebhard in Konstanz Station gemacht. Alle 130 Schüler/-innen der siebten Klassen setzten sich einen Tag lang mit den Themen Hass im Netz, Fake News und Filterblasen auseinander. Als Kampagnenbotschafter teilte Rapper „Weekend“ seine Erfahrungen mit bösartigen und falschen Behauptungen mit den Jugendlichen und gab Tipps für einen freundlicheren Umgang miteinander im Netz.

„Uns liegt dieses Thema sehr am Herzen“, sagte die Schulleiterin Elke Großkreutz zur Begrüßung, „denn die Jugendlichen sind schließlich tagtäglich im Internet unterwegs und begegnen dort so manch schwieriger Äußerung – oder machen sie gar selbst“. Da sei es sinnvoll, dass Jugendliche sich einen respektvollen Umgang miteinander sowie Strategien gegen beleidigende Posts aneignen.

Mit Kampagnenbotschafter Weekend eigene Erfahrungen im Netz reflektieren

In den Workshops berichteten die Jugendlichen von eigenen Erfahrungen im Netz. So kursierte über eine Schülerin beispielsweise das Gerücht, sie sei wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Sie hatte allerdings weder Alkohol getrunken noch lag sie im Spital. Ein anderer Schüler erzählte, dass der Instagram-Account eines Freundes gehackt worden sei und unter seinem Namen seltsame Nachrichten verschickt wurden.

Während etwa politische Falschmeldungen mithilfe zuverlässiger Quellen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft werden könnten, liege es bei Posts über Privatpersonen an uns selbst, diese richtigzustellen. „Und dabei freundlich bleiben“, wie Weekend hinzufügte. Vor allem solle man sich davor hüten, selbst mit hässlichen Posts zu reagieren. Bei der Diskussion über die Verwendung von Schimpfwörtern im Internet wurde deutlich: Ob solches Vokabular abwertend gemeint ist oder unter Jugendsprache fällt, hängt davon ab, ob man den bzw. die Empfänger/-in der Nachricht kennt oder nicht.

Erste Ideen für eine Kampagne gegen Hass im Netz entwickeln

In den Workshops konnten die Schüler/-innen auch selbst aktiv werden und erste Ideen für eine Kampagne gegen Hass im Netz entwickeln. Welche Botschaften würden sie als Teil einer solchen Kampagne an andere richten? Erste Antworten auf diese Fragestellung können nun als Grundlage für einen Beitrag zum Wettbewerb „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“ dienen. Die Klasse 7f der Gebhardschule hat sich bereits vorgenommen, am Wettbewerb teilzunehmen.

Noch bis einschließlich 20. Februar 2020 können Schüler/-innen oder Jugendgruppen in Baden-Württemberg mediale Produktionen wie Clips, Songs oder Instagram-Stories einreichen. Die Preisverleihung findet am 19. Mai 2020 mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann statt. Details zum Wettbewerb können Sie hier nachlesen. Anfragen zur Durchführung eines ähnlichen Workshops rund um Hass im Netz können Schulen direkt an das Team der Kampagne „Bitte was?!“ richten: bitte-was@lmz-bw.de.

Kampagne „Bitte was?!“

„Bitte was?! Kontern gegen Fake und Hass“ ist eine Kampagne der Landesregierung für eine respektvolle Diskussionskultur in den sozialen Medien. Sie soll Kinder und Jugendliche aktivieren, für die Werte unserer Demokratie und ein gutes gesellschaftliches Miteinander einzutreten. Die Kampagne ist Teil des Impulsprogramms der Landesregierung für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg führt die Kampagne im Auftrag des Staatsministeriums, in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, durch.

Ansprechpartnerin bei weiteren Fragen:

Sarah Heinisch
Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Projektleitung #RespektBW
Tel.: 0711 2850 – 704 | Mail: sheinisch@lmz-bw.de

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