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Umweltschutz

Umweltschutz

Elektroschrott
Smartphones Viele Smartphones landen auf dem Müll oder in der Schublade.

Pro Jahr landen weltweit Millionen Handys im Müll. Falls sie nicht weggeschmissen werden, fristen sie in unseren Schubladen ein nutzloses Dasein. So besitzen wir in der Bundesrepublik etwa 120 Millionen Handys, von denen die Hälfte außer Betrieb ist. Wenn man bedenkt, dass ein Tonne schrottreifer Handys einen Rohstoffpreis von fast 10.000 Euro erzielt, dann summiert sich bei ca. 90 Gramm pro Gerät ein ordentlicher Betrag. 

Das Gesetz schreibt vor, dass kaputte Geräte in Europa recycelt werden müssen. Da dies aber äußerst kostspielig ist, wird ein großer Teil unseres Elektroschrotts als Zweite-Hand-Ware deklariert und in Dritte-Welt-Länder verschifft. Dort wird mit solch aggressiven Methoden recycelt, dass dadurch Arbeiter und Umwelt schonungslos vergiftet werden. Die Öffentlichkeit erfährt aber nur wenig davon, wie in Ghana und anderen Ländern mit Elektroschrott schmutzige Geschäfte gemacht werden. Auch in den Regionen, in den Rohstoffe wie Kobalt für Handybatterien gewonnen wird, herrschen grausame Umstände. Minen-Arbeiter erhalten Hungerlöhne und sind schutzlos den Gefahren unter Tage ausgeliefert. Journalisten, die über die menschen- und umweltverachtenden Produktionsbedingungen berichten wollen, müssen teilweise mit versteckter Kamera arbeiten.

Unter den genannten Aspekten sollten wir Verbraucher unser Konsumverhalten gründlich überdenken. Brauchen wir alle 2 Jahre ein neues Handy? Reicht ein PC pro Haushalt aus? Wie gehen wir mit ausrangierten Geräten um?

Tipps: Alte Handy gehören nicht in den Restmüll, sondern müssen bei Handyshops oder Recyclinghöfen abgeben werden. Noch besser: es für einen guten Zweck verkaufen. Mehr Infos unter Handys für die Umwelt.

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