Baden-Württemberg Kindermedienland

HERE GOES INVISIBLE HEADER

Lese-Apps und Formate

Welche Lese-Apps gibt es und in welchen Formaten existieren digitale Bücher?

E-Books & Co Die Wahl der Lese-App entscheidet übers Angebot.

Jeder Anbieter von digitalen Büchern – sei  es Amazon, eBooks.de, Bücher.de, Kobo.de, - bietet für die gängigen Plattformen iOS, Android und Windows eine eigene App an. Bei Amazon heißt sie Kindle, bei eBook.de READER, bei Bücher.de Leseplatz usw. Im Grunde genommen ähneln sich alle in der Oberfläche und Benutzung. Als Einstiegsseite gibt es eine Art Bücherregal, bei Klick auf den Titel dann die einzelnen Seiten des Buches. Darüber hinaus bieten die Apps in der Regel eine Suchfunktion, Markierungsmöglichkeiten, Lesezeichen sowie Notizfunktionen an. Aber Vorsicht ist geboten, denn nicht jede App bietet den vollen Komfort. Einige Apps verzichten auf wertvolle Funktionen wie Schriftauswahl, Bildschirmrotation oder Suchfunktion. Ebenso kommt es teilweise zu gravierenden Unterschieden zwischen der iOS- und der Android-Version. Man sollte sich vor der Installation die Funktionsbeschreibung im jeweiligen App-Store sorgfältig durchlesen.

Mit Spezialfunktionen können einzelne Apps besonders auftrumpfen. Die App von Google Play Books bietet den Lesern eine Übersetzungsfunktion an und liest auf Wunsch den Text vor. Die iBooks-App von Apple passt die Seitenzahlen dynamisch je nach Textdarstellung an. Besonders praktisch ist, dass einige Apps die Synchronisation mehrerer Geräte ermöglichen. Hat man etwa die Kindle-App auf seinem Handy und auf zwei weiteren Tablets installiert, dann werden die aktuell geöffnete Seite, Lesezeichen und Notizen auf allen 3 Geräten stets aktuell gehalten.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Größe des Buchangebotes beim jeweiligen Anbieter. Amazon hat über 2 Millionen verschiedene Titel im Angebot. Google verspricht ein Angebot von über 5 Millionen verschiedener Titel, iBooks wirbt mit 2 Millionen Titeln im Angebot. Das deutsche eBook.de verfügt über 600.000 eBooks.

Formate & Kopierschutz

ePub lautet das meistverbreitete E-Book-Format. Alle bekannten E-Book-Anbieter, bis auf Amazon, bieten ihre Bücher im ePub-Format an: Google Play, Apples iBooks, Kobo sowie die deutschen Anbieter eBook.de, thalia.de und buecher.de. Darüber hinaus werden E-Books auch im PDF-Format angeboten. Mit vielen der E-Book-Reader lassen sich altbekannte Text-Formate wie Word-, TXT-, RTF-Dateien darstellen.

Amazon hat für sein Kindle ein eigenes proprietäres Format entwickelt. Dieses AZW genannte Format kann nur von Kindle-Geräte bzw. –Apps gelesen werden. Umgekehrt kann ein Kindle-Reader nur Bücher im AZW-Format öffnen aber nicht im ePub-Format. Besitzer von Kindle-Geräten werden also dazu genötigt, zukünftige Buch-Einkäufe nur über Amazon zu tätigen. Das bedeutet, dass man somit keine Alternative zu den Amazon-Preisen hat. Wer das ePub-Format benutzen kann, sucht bei mehreren Anbietern nach dem besten Preis und kauft beim günstigsten.

Viele Leser fühlen sich von der Festlegung auf ein bestimmtes Format eingeschränkt und wandeln ihre E-Books in das gewünschte Format um. Dafür existieren gut funktionierende Konvertierungstools. Rechtlich wird allerdings von der Gesetzgebung laut  Urheberrecht § 95a Abs.1 das Aushebeln eines wirksamen Kopierschutzes untersagt.

Fotos: von und mit Lea Biermann, Simon Riedl und Christian Reinhold, Text: Christian Reinhold

Footer