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Kriminalprävention

Medienbildung in der Kriminalprävention

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Medienbildung in der Kriminalprävention Das Thema Mediensicherheit und Medienkompetenz ist wichtiger Bestandteil der polizeilichen Präventionsarbeit in Baden-Württemberg.

Die gefühlte Anonymität des Netzes senkt Hemmschwellen oder lässt rechtliche Grenzen für die Nutzerinnen und Nutzer kaum noch erkennen. Dennoch gelten auch im Internet rechtliche Rahmenbedingungen, die einzuhalten sind und die bei unbedarften Nutzerinnen und Nutzern zu Straftaten führen können. Das Thema Mediensicherheit und Medienkompetenz ist daher wichtiger Bestandteil der polizeilichen Präventionsarbeit in Baden-Württemberg. Dabei werden unterschiedliche Zielgruppen wie Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern, pädagogische Fachkräfte und Institutionen mit Erziehungs- bzw. Bildungsauftrag unterschieden. Im Fokus stehen jedoch Kinder und Jugendliche.

Worum geht es?

Der sichere Umgang im Gebrauch von Informationstechnologien (Mediensicherheit) steht im Mittelpunkt der Präventionsbemühungen. Insbesondere sollen Straftaten vorgebeugt und Opferwerdung verhindert werden. Zudem sollen die Folgen strafbaren Handelns für Täterinnen und Täter aufgezeigt werden. Themenschwerpunkte sind dabei Cybermobbing, Passwortsicherheit und Passwort-Sharing, Persönlichkeits- und Urheberrechte, Identitätsdiebstahl und Fake-Profile sowie Kostenfallen und illegale Downloads.

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Wo stehen wir?

Neben der Gestaltung von zahlreichen Broschüren und der redaktionellen Mitarbeit im außerbehördlichen Bereich ergeben sich vielfältige Schnittmengen mit der schulischen Prävention.

Die Landespolizei unterstützt daher die Aufnahme der Leitperspektive Prävention und Gesundheitsförderung in die künftigen Bildungspläne. Rahmen des Präventionskonzept des Kultusministeriums Baden-Württemberg „stark.stärker.WIR.“ sollen zudem Prävention und Gesundheitsförderung nachhaltig im Schulleben verankert werden. Vor diesem Hintergrund weitete die Polizei im Zuge der Polizeistrukturreform ihre Präventionsangebote mit dem Ziel aus, ein landesweites Angebot für Schulen in den Themen Gewaltprävention, Mediengefahren, Drogenprävention sowie Schulweg- und Verkehrsprävention anzubieten.

Für das Thema Mediengefahren sieht die polizeiliche Prävention Unterrichts- und Informationsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler bestimmter Altersstufen, deren Erziehungsberechtigte, das Lehrpersonal und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vor. Grundlage ist das Medienpaket „Verklickt!“ des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), das unter wesentlicher Mitwirkung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA) erstellt wurde.

Das Medienpaket umfasst für die Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler einen 50-minütigen dreiteiligen Spielfilm mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Ziel des Films ist es, den Schülerinnen und Schülern sicherheitsbewusstes Verhalten in ihrer digitalen Alltagswelt zu vermitteln. Ergänzt wird dieses Medienpaket durch den Impulsvortrag „Medienwelten Jugendlicher“. Dieser ist modular aufgebaut und orientiert sich ebenfalls an mehreren Leitthemen wie z.B. Computerspiele, riskante Internetnutzung oder Daten im Netz. Die Informationsveranstaltung für Eltern zeigt anhand des Impulsvortrags „Medienwelten Jugendlicher“ die Problematik und entsprechende Lösungsansätze auf. Bei der Informationsveranstaltung für die Lehrkräfte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wird das Begleitheft zum Medienpaket „Verklickt!“ vorgestellt. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, die unterschiedlichen Problematiken bei der Nutzung digitaler Medien im Rahmen von Diskussionen oder Projektarbeiten vertiefend zu behandeln.

Darüber hinaus unterhält das LKA seit Juli 2014 eine Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V. Durch eine Bündelung der Erfahrung und Kompetenzen beider Stellen soll das Bewusstsein der Bevölkerung für die Gefahren für Eigentum und Vermögen auch in Bezug auf Mediensicherheit gestärkt werden.

Das Kultusministerium und das Innenministerium haben am 19. Januar 2015 in einer Erklärung festgeschrieben, das bisherige gemeinsame Wirken von Schule, Polizei und weiterer Institutionen im Sinne einer gelingenden Präventionsarbeit fortzuführen, zu festigen und weiter auszubauen. Das Thema Mediensicherheit und Medienkompetenz bleibt weiter ein Schwerpunkt der polizeilichen Präventionsarbeit und das landesweit flächendeckende Angebot „Mediensicherheit“ für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte wird seit dem Schuljahr 2014/ 2015 verstärkt umgesetzt.

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Weiterführende Links

Angebote

    • Medienpaket „Verklickt!“
      Das Medienpaket „Verklickt!“ vermittelt Kindern und Jugendlichen ab Klassenstufe 7 sicherheitsbewusstes Verhalten in ihrer digitalen Alltagswelt.
    • Theaterstück „Netzfilmmern“
      Das medienpädagogische Theaterstück „Netzflimmern“ wird 2016 regelmäßig an Stuttgarter Schulen aufgeführt.

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