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E-Book-Reader

Mit welchen Geräten kann man digitale Bücher lesen?

E-Books & Co Auch bei längerem Lesen gilt: mach mal Pause!

Elektrofachgeschäfte bieten Tablet-PCs und E-Book-Reader in unzähligen Ausführungen an. Um da den Durchblick zu bekommen, sollte man sich vor dem Kauf klar machen, wozu man das Gerät vor allem nutzen möchte:

  • Will man mit dem Gerät im Internet surfen, E-Mails schreiben, Videos anschauen etc.? Dann ist ein Tablet-PC sicher praktischer.
  • Soll das Gerät nur zum Lesen benutzt werden? Dann sollte man sich unter den E-Book-Readern genauer umschauen.

Letztere haben, was das reine Lesevergnügen angeht, bedeutende Vorteile. Zum einen sind sie meist kleiner und leichter als ein Tablet, was sich bei längerem Lesen angenehm bemerkbar macht. Darüber hinaus haben E-Book-Reader eine viel längere Akkulaufzeit. Während man bei einem Tablet-PC schon mal während einer innerdeutschen Zugfahrt zum Netzteil greifen muss, schafft ein E-Book-Reader locker einen transatlantischen Flug – Hin und  Zurück versteht sich.

E-Book-Reader sind – aber das können auch Tablets in der Regel für sich in Anspruch nehmen -  augenfreundlich. Statt auf einem Bildschirm liest man auf  "electronic ink". Die sogenannte elektronische Tinte („electronic ink“) erzeugt mit geringem Stromaufwand ein Schriftbild, das unabhängig von der Lichteinstrahlung gut lesbar ist: am Strand in der Sonne oder unter der Stehlampe im Wohnzimmer. Bei Tablets kann hingegen stark reflektierendes Sonnenlicht das Lesen ungemein erschweren. Auch haben viele Leser den Eindruck, dass ein hell leuchtendes Tablet-Display schneller die Augen ermüdet als ein E-Book-Reader. Um dies zu vermeiden, kann bei längerem Lesen die Tablet-Anzeige in den Sepia-Modus umgeschaltet werden. In der Dunkelheit empfiehlt sich, den Nachtmodus zu verwenden: Weiß wird zu schwarz, schwarz wird zu weiß und schon blendet der Screen nicht mehr so sehr.

Nachteil einiger E-Book-Reader ist, dass "electronic ink" im Dunkeln nur mit externer Beleuchtung lesbar ist. Neuere E-Book-Reader haben deswegen eine Display-Beleuchtung eingebaut. Ein weiterer Nachteil von "electronic ink" ist die Darstellung von Fotos und Grafiken, diese sehen schwarz-auf-grau unattraktiver aus. Auf die Darstellung von Animationen muss man bei E-Book-Readern sogar ganz verzichten. Wer vorhat, digital ein Bilderbuch mit bunten Animationen anzuschauen, sollte definitiv zum Tablet greifen.

Die Nutzung eines Tablets bietet sich für diejenigen an, die mithilfe von Apps problemlos auf verschiedene Buchformate und -anbieter zugreifen wollen. Wer gleichermaßen Bücher in Amazons Kindle-Format und im ePub-Format lesen will, kann sich auf seinem Tablet die verschiedenen Lese-Apps installieren und loslesen. Umgekehrt wird es schwieriger: wer mit Amazons E-Book-Reader Kindle etwa ein ePub-Format öffnen will, muss dies erst über Umwege wie Konvertierungs-Tools ins richtige Format bringen. Besonders Amazon ist mit seinem proprietären Kindle-Bookstore daran gelegen, seine Kunden ausschließlich ans eigene System zu binden. Nächster Schritt in Amazons Kundenbindungsstrategie ist eine Flaterate fürs Bücherlesen. Für einen monatlichen Festpreis kann man so viele Bücher lesen,  wie man will –  selbstverständlich nur auf den Geräten und Apps von Amazon.

Fotos: von und mit Lea Biermann, Simon Riedl und Christian Reinhold, Text: Christian Reinhold

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