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Digitales Buch vs. gedrucktes Buch

Digitales Buch versus gedrucktes Buch

E-Books & Co

Wir wollen nicht für eine der beiden Formen Partei ergreifen, denn wir sehen für beide Formen Vorteile – Hauptsache Lesen, meinen wir. Für die gedruckten Bücher spricht beispielsweise

  • Man kann sie weiterverschenken, -verkaufen oder ausleihen,
  • Sie sind stoß- und spritzwasserfest,
  • Sie verbrauchen beim Lesen keinen Strom,
  • Sie brauchen keine Software-Updates,
  • Sie können nicht nachträglich verändert oder gelöscht werden,
  • Sie sind – je nach Schriftgröße und Druckqualität - relativ augenfreundlich,
  • Sie reagieren relativ unempfindlich gegenüber Verschmutzung (Kaffeetassenflecken oder Sand am Strand),
  • Sie können beliebig markiert und beschrieben werden,
  • und sie können als praktische Unterlage benutzt werden.

Für digitale Bücher mag folgendes sprechen:

  • Sie verbrauchen weniger Platz als gedruckte (ein E-Book-Reader vs. eine Brockhaus Edition),
  • Sie bringen kein Extragewicht auf die Waage (Freigepäck auf Flügen),
  • Sie sind in der Regel günstiger als die gedruckten Exemplare,
  • Es entstehen keine Versandkosten und –zeiten,
  • Sie sind nach Stichwörtern durchsuchbar,
  • Sie erlauben die Anpassung der Schriftgröße (wichtig für Brillenträger),
  • Sie erfordern bei Nacht keine extra Beleuchtung,
  • Sie können ohne Mehrkosten auf mehreren Geräten gleichzeitig geöffnet werden.

Es wird häufig angeführt, dass die Herstellung von E-Books weniger die Umwelt belastet als das Drucken und Distribuieren von Büchern. Da aber auch die Herstellung eines E-Book-Readers viele Ressourcen erfordert, kann man erst von einer niedrigeren Umweltbelastung sprechen, wenn man mit ihnen mehr als 40 bis 50 digitale Titel liest.

Fest steht: jeder Mensch hat ganz unterschiedliche Lesegewohnheiten. Ein Politikstudent, der mehrere Bücher gleichzeitig querlesen muss, hat ganz andere Anforderungen als ein Gelegenheitsleser, der im Sommerurlaub mal einen Roman liest. Für den Student ist ein digitales Buch eindeutig praktischer, da er Texte nach Stichwörtern durchsuchen und Textausschnitte kopieren muss. Wer hingegen gern eigene Bücher verschenkt, sollte beim gedruckten Buch bleiben.

Fotos: von und mit Lea Biermann, Simon Riedl und Christian Reinhold, Text: Christian Reinhold

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