Baden-Württemberg Kindermedienland

HERE GOES INVISIBLE HEADER

Workshop Games im Unterricht

  • Flyer "Games im Unterricht"

    Zum Workshop entstand ein Flyer mit Einsatzszenarien, Kriterien und praktischen Tipps für die Nutzung von Computerspielen im Unterricht. Zum Flyer

    1 von 2

  • Workshop "Games im Unterricht"

    In der MFG Baden-Württemberg haben sich Programmierer, Lehrkräfte und Jugendliche zusammen überlegt, wie Computerspiele im Unterricht eingesetzt werden können. Daraus entstanden kreative Spielideen. Zur Fotogalerie

    2 von 2

Schüler, Lehrer und Programmierer entwickeln gemeinsam Spielideen

Dick, dumm und gewalttätig – das werden angeblich computerspielende Kinder. Dass man mit Computerspielen wunderbar produktiv lernen kann, attestieren hingegen Lernforscher. In der MFG Baden-Württemberg haben sich Programmierer, Lehrkräfte und Jugendliche zusammen überlegt, wie Computerspiele im Unterricht eingesetzt werden können. Daraus entstanden kreative Spielideen.

Bei „Kaufladen 4.0 – Loot & Foot“ werden die Spielerinnen und Spieler in eine Fantasy-Welt gebeamt, in der sie einen runtergewirtschafteten Einkaufsladen übernehmen müssen. In der mittelalterlich anmutenden Wirtschaftssimulation übernehmen sie den Einkauf und Vertrieb von Schwertern, Talaren und magischen Zaubertränken. Dabei lernen sie spielerisch den Zusammenhang von Logistik, Warenwirtschaft, Preisgestaltung und Marketing kennen.

Wer annimmt, dass hinter dieser Idee erfahrene Game-Designer stecken, liegt falsch. In jeder Kreativ-Gruppe waren Jugendlichen maßgeblich an der Ideenfindung beteiligt – neben pädagogischen Fachkräften und Spieleentwicklern. Mithilfe von bunten Spiele-Charakteren aus Papier durften sie Spielewelten und Hintergrundhandlungen erfinden. Die erwachsenen Teammitglieder waren von dem kreativen Input der jungen Teammitglieder erstaunt.

Die Schülerinnen und Schüler tüftelten nicht nur in den Konferenzräumen an ihren Ideen. Zusammen mit ihren erwachsenen Mentoren stellten sie ihre Spielekonzepte vor den Augen der Spieleexperten vor. Der 17-jährige Fabian führte den Anwesenden das Fairphone-Spiel vor. Hierin lernen Spielerinnen und Spieler, worauf es bei der Fertigung eines umweltverträglichen Smartphones ankommt. Mithilfe dieser Simulation könnte z. B. im Ethik-Unterricht wunderbar vermittelt werden, wie sich die Globalisierung auf unsere Umwelt auswirkt.

Bei sogenannten Serious Games soll nicht Spiel und Spaß im Vordergrund stehen, sondern der Bildungsaspekt. Durch sie sollen ernste Themen, wie der Palästina-Konflikt oder die Situation von Flüchtlingen erfahrbar gemacht werden. Aufgrund der Themen wirken Serious Games insbesondere für jüngere Spieler oft zu pädagogisch und nicht zeitgemäß. Für viele Pädagogen sind wiederum kommerzielle Spiele, wie Assassin‘s Creed oder Final Fantasy zu weit vom Schulalltag entfernt. Dass das so nicht sein muss, zeigten die Ergebnisse der Kreativ-Gruppen. „Es kamen Ideen zustande, bei denen Pädagogik, Schülerorientierung und Game-Design unter einen Hut gebracht wurden“ freute sich Lehrerin Stephanie Wössner, die mit ihrer Gruppe an einem text-basierten Adventure zur Sprachförderung arbeitete.

Neben der Findung von kreativen Ideen beschäftigten sich Workshop-Teilnehmer mit den reellen Problemen bei der Spieleentwicklung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich mit der technischen Ausstattung an Schulen ebenso auseinander wie mit der Lizenzierung von Lernsoftware und Apps. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen diskutierten auch darüber, ob eher explizites Lernen oder indirektes Lernen durch spielerische Elemente zielführend ist und wie Lernerfolge in Spielen messbar gemacht werden können.

Die Ergebnisse sollen am Donnerstag, den 26. April 2018 ab 16:00 Uhr zum Themenabend "Edutain Me 4.0 - Games im Schulunterricht" ins Bürger- und Medienzentrum des Landtags Baden-Württemberg (BMZ) Konrad-Adenauer-Straße 3, 70173 Stuttgart, präsentiert werden.

Programm zum Download

Bei dem Workshop der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Kindermedienland Baden-Württemberg, ComputerSpielSchule Stuttgart und Kastanie Eins trafen Lehrer/Pädagogen und Schüler mit Game-Entwicklern zusammen und erörterten gemeinsam, welchen Kriterien digitale Spiele genügen müssen, um sinnvoll und zielführend im Unterricht eingesetzt werden zu können. Die Ergebnisse werden beim Themenabend "Edutain Me 4.0 - Games im Schulunterricht" im Rahmen des 25. Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart vorgestellt.

Footer