Baden-Württemberg Kindermedienland

HERE GOES INVISIBLE HEADER

Fernsehzeit mit Augenmaß

Fernsehzeit mit Augenmaß

Fernsehen "Du hast ja schon viereckige Augen" bekommen Kinder öfters zu hören.

Wie viel Fernsehen ist zuviel? Die Fragen wie viel Fernsehen ihrem Nachwuchs bekommt, stellen sich Eltern immer wieder. Über das rechte Maß gehen die Meinungen zwischen Eltern und Kindern meistens auseinander: Während Kinder von ihrer Lieblingsserie oder ihren Lieblingsfilmen oft nicht genug kriegen können, machen sich Eltern Sorgen über mögliche Folgeschäden. „"Du hast ja schon viereckige Augen“", heißt es dann, und Streit ist vorprogrammiert. Aus pädagogischer Sicht lässt sich die Frage nach „"Genug"“ oder "„Zuviel"“ leider nicht mit reinen Zeitangaben beantworten. Bei übermäßigem Fernsehkonsum sollten auf jeden Fall Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Hier einige Tipps:

Alternativen bieten
Wenn tagein, tagaus nur der Fernseher läuft, fällt es Kindern (und Erwachsenen natürlich auch) zunehmend schwer, sich für alternative Freizeitangebote zu begeistern. Dabei müssen solche Aktivitäten nicht unbedingt den Geldbeutel belasten. Ein Spaziergang im Wald, eine lustige Spielerunde oder das gemeinsame Basteln, Backen oder Malen bereichern das Familienleben ohne große Nebenkosten.

Mit „Zeitgutscheinen“ haushalten
Statt den Fernsehkonsum mit starrer Zeitbegrenzungen pro Tag zu regulieren, kann man Kindern auch sogenannte „Zeitgutscheine“ anbieten: Ein wöchentliches Zeitkontingent können sich die Mädchen und Jungen in gewissen Grenzen frei einteilen. So kann ein toller Film in voller Länge gesehen werden, dafür wird am nächsten Tag Fernsehpause eingelegt. Mit dieser Methode lernen die Kinder ihre Zeit selbst einzuteilen und sich über Dauer und Qualität des Fernsehens Gedanken zu machen. Außerdem stellt sich nicht so leicht Fernsehroutine ein bzw. das Gefühl, die tägliche Fernsehration verpasst zu haben.

Beobachten und begleiten
Da das Programm auch viel Interessantes zu bieten hat, ist es durchaus verständlich, dass der Nachwuchs viele Fernsehwünsche hat. Ziehen sich Kinder aber über einen längeren Zeitraum in Medienwelten zurück, kann das ein Hinweis auf Probleme und Nöte im Alltagsleben sein. Gibt es Schwierigkeiten in der Schule wie etwa Leistungsdruck, Ärger mit Lehrern oder Mitschülern? Herausforderungen und Belastungen prägen Kindheit und Jugend. So ist es kein Wunder, dass manche Heranwachsende vor der Realität flüchten. Umso wichtiger ist es, den Umgang der Kinder mit dem Fernsehen und anderen Medien aufmerksam zu begleiten.

EIN BEITRAG VON

Footer