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Datenschutz & Big Data

Spätestens mit der Snowden-Affäre wurde klar, das unsere digitalen Daten nicht sicher sind. Dem Datenmissbrauch oder –verlust lässt sich aber vorbeugen.

Teil 1 für PC und Laptop
Teil 2 für Smartphones und Tablets

Wie man Android-Smartphones sicherer macht, erklärte Datenschutz-Experte Hanno Wagner vom Chaos Computer Club.

Zur Zusammenfassung

"Big Data" sind ungeheure Datenmengen, die rasend schnell analysiert werden – und das obwohl die Daten uneinheitlich und unstrukturiert vorliegen. Die Menge an Daten kann aber der Menschheit zum Fluch werden.

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Datenschutz & Big Data

Die deutsche Geschichte zeigt, dass eine Angst von Missbrauch von Daten nicht unberechtigt ist. Die Stasi-Akten lieferten Einblick in das Privatleben hunderttausender DDR-Bürger. Zu Recht fordern nicht nur Datenschützer ein besonders verantwortlicher Umgang mit personenbezogenen Daten. Nach den Enthüllungen über die NSA-Aktivitäten war der Aufschrei groß. Viele Deutsche wünschen sich, dass datensammelnde Einrichtungen strenger kontrolliert und eingeschränkt werden.

Doch wer geht konsequent mit seinen Daten um? Die Errungenschaften des Web 2.0 haben uns im Umgang mit unseren Daten bequem gemacht. Wer statt SMS lieber per Whatsapp plaudern möchte, nimmt gerne in Kauf, dass sämtliche Telefonbuch-Einträge an einen unbekannten US-Server geschickt werden. Wer per Facebook und Stayfriends Kontakt mit alten Schulfreunden aufnehmen möchte, akzeptiert dass seine persönlichen Daten für Werbezwecke verwendet werden. Wer mit einem Programm wie Payback Bonuspunkte sammeln möchte, stimmt zu, dass Payback sein Kaufverhalten aufzeichnet und analysiert.  Nutzer fragen sich oft was daran so schlimm sein soll. Schließlich würden Facebook, Whatsapp oder Payback ohne unsere Daten gar keinen Sinn ergeben.

Dass "Freunde" auf Facebook unser Alter, unsere Interessen und Familienstand wissen dürfen, scheint nur folgerichtig zu sein. Es sind aber nicht nur die "Freunde" die diese Angaben mitlesen dürfen. Damit das Geschäftsmodell der kostenlosen sozialen Netzwerke funktioniert, bezahlen wir deren Nutzung mit unseren Daten. Diese Daten benutzt ein Unternehmen wie Facebook, um personenbezogene Werbung schalten zu können oder um sie sie an andere Firmen weiterzuverkaufen.

Was hat der Datenschutz damit zu tun? Dazu muss erklärt werden welche Daten überhaupt geschützt werden sollen. Unter Datenschutz versteht man umgangssprachlich den sensiblen oder sicheren Umgang mit persönlichen Daten. Dieser wird in Deutschland per Gesetz vorgeschrieben. Per Gesetz sind folgende persönlichen Daten schützenswert:

  • Name, Alter, Familienstand, Geburtsdatum
  • Anschrift, Telefonnummer, E-Mail Adresse
  • Konto-, Kreditkartennummer
  • Kraftfahrzeugnummer, Kfz-Kennzeichen
  • Personalausweisnummer, Sozialversicherungsnummer
  • Vorstrafen
  • genetische Daten und Krankendaten
  • Werturteile wie zum Beispiel Zeugnisse

Das Kindermedienland möchte Kinder und Jugendliche darüber aufklären, warum Daten schützenswert sind und wie man sensibel damit umgeht. In Programmen wie dem Schüler-Medienmentoren-Programm oder 101 Schulen werden an Schulen Veranstaltungen durchgeführt, die das Thema "Datenschutz" vertiefen.



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