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Pornografie

Pornografie

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Pornografie Zwei Drittel der Jugendlichen zwischen 11 und 17 hatten bereits Kontakt mit pornografischem Material.

Der Umgang mit dem Internet ist für deutsche Jugendliche selbstverständlich. Selbstverständlich ist für sie auch der Zugang zu Inhalten, die für sie entwicklungsbeeinträchtigend sind. Smartphones und Heim-PCs ermöglichen Jugendlichen quasi einen barrierefreien Rund-um-die-Uhr-Zugang zu sexualisierten Inhalten und Pornografie. In der Dr.-Sommer-Studie von 2009 gaben zwei Drittel der Jugendlichen zwischen 11 und 17 an, bereits Kontakt mit pornografischem Material gehabt zu haben. Mehr als die Hälfte hatte Befragten hatte pornografisches Material auf dem Handy oder per Internet gesehen. Bei steigender Verbreitung von Smartphones unter den Jugendlichen kann man davon ausgehen, dass Anteil 2013 deutlich höher ist.

Fakt ist, das sexualisierte Darstellungen und Pornografie Heranwachsende verunsichern und überfordern. Zwar lassen sich Annahmen, dass Pornografiekonsum zu verfrühtem Geschlechtsverkehr oder zur Entstehung bzw. Festigung von geschlechtsbezogenen Klischees führe, wissenschaftlich nicht belegen. Dennoch kann beobachtet werden, dass Jugendliche aus Pornos sexuelle Normvorstellungen übernehmen, die wenig mit der Realität zu tun haben. Folge daraus ist ein steigender Druck bei Jungen und Mädchen diesen Normen, gerecht zu werden.

Erziehende und Lehrkräfte sollten in der Lage sein, das tabuisierte Thema Pornografie aufzugreifen. Um verantwortungsvoll mit Medien umzugehen, gehört neben einer Werteerziehung auch die Medienbildung von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen unserer Programme kann das Thema "Pornografie" an Schulen und Bildungseinrichtungen in Workshops aufgegriffen werden. Für das Kindermedienland Baden-Württemberg arbeiten geschulte Referenten aus der Sozial- und Medienpädagogik, die den Umgang mit Internetpornografie jugendgerecht thematisieren und Lehrkräfte dazu schulen.

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