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Pressemitteilung

Digitaler Fachtag vom 18. bis 20. Oktober 2021: gender@media

Vom 18. bis 20. Oktober 2021 findet der digitale Fachtag gender@media statt. Die Teilnahmegebühr für die Fachvorträge am Montag, dem 18.10.21, beträgt 20 Euro pro Person. Die Teilnahmegebühr pro Workshop beträgt 15 Euro.
20.09.2021

Digitale Medien sind für Kinder und junge Menschen weit mehr als nur ein Zeitvertreib, sondern wesentlicher Teil ihrer Lebenswelt. Sie nehmen eine bedeutende Rolle für die Identifikation, Identitätsentwicklung wie auch Sozialisation ein. Jugendliche kommen in sozialen Medien ständig mit Geschlechterrollen in Kontakt. Influencerinnen und Influencer vermitteln Expertise für Styling, verstecken dabei Werbebotschaften oder fungieren in der Rolle der „großen Schwester/Bruder“. Für Heranwachsende werden sie damit mit bewusst oder unbewusst zum Vorbild. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Hauptberufliche in der Kinder- und Jugendarbeit diese Themen aufgreifen, ansprechen und medienpädagogisch mit den Jugendlichen bearbeiten.

Jugendliche nutzen digitale Medien teils ähnlich, teilweise aber auch sehr unterschiedlich, ebenso werden sie von Medien unterschiedlich adressiert – hinsichtlich der Inhalte, aber auch in der Art der Ansprache. All das hat Auswirkungen auf die Lebensentwürfe, Sexualität, Rollenbilder sowie gesellschaftlichen Möglichkeiten von jungen Heranwachsenden. Dies gilt es auch in medienpädagogischen Angeboten zu berücksichtigen und aufzubrechen.

Schlussendlich dienen digitale Medien den Jugendlichen auch als Werkzeug und Ort zur Identitätsentwicklung und Selbstverwirklichung. Diese Selbstverwirklichung kann jedoch nur über ein Sich-Ausprobieren gelingen. Jugendliche experimentieren, loten eigene Vorlieben und Grenzen aus und schlüpfen in verschiedene Rollen, um sich selbst zu finden. Digitale Medien sind wie geschaffen für diesen Prozess. Heranwachsende suchen während dieser Entwicklung nach entsprechenden Vorbildern, an denen sie sich orientieren können. Populäre Medien sind dabei zentrale Schauplätze, auf denen Jugendliche diesen Vorbildern begegnen: Hier werden Geschlechternormen verhandelt und Werturteile formuliert. Wenn diese medialen Zuschreibungen vielfältig und tolerant oder im Gegenteil einschränkend und stereotyp sind, hat das Einfluss auf die freie, individuelle Identitätsbildung der Jugendlichen.

Dieser Fachtag möchte ressourcenorientierte Impulse in Theorie und Praxis geben. Es geht darum, sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten in der pädagogischen Arbeit mit jungen Menschen unter Berücksichtigung ihrer geschlechtlichen, medial geprägten, digitalen Sozialisationsinstanzen zu beschäftigen.

Zur Anmeldung

Zum Programm

Flyer „gender@media“ (PDF)

ZIELGRUPPE

Fachkräfte der Kinder- und Jugend(-sozial)arbeit, Lehrkräfte, Medienpädagoginnen und -pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher, Fachkräfte und Padagoginnen in der Geschlechterarbeit, Jungen- und Mädchenarbeiterinnen und -arbeiter, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter, Studierende der Sozialen Arbeit, Sozialpädagogik & Erziehungswissenschaften. Für alle Geschlechter.